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Homöopathie

Homöopathie

Das Wort „Homöopathie“ ist aus den griechischen Wörtern homoios (=ähnlich) und pathos (=Leiden) abgeleitet und weist auf folgende, wichtigste Grundregel der Homöopathie „Ähnliches heilt Ähnliches“ hin. Das bedeutet, dass eine Substanz, die beim aktuell gesunden Menschen durch häufige oder zu konzentrierte (auch giftige) Gaben gewisse Krankheitszeichen (Symptome) und/oder Reaktionsweisen (Modalitäten) hervorrufen kann, fähig ist, diese oder ähnliche Symptome und Modalitäten beim Kranken zu heilen. Voraussetzung dazu ist, dass diese Substanzen nach homöopathischen Regeln genügend hoch verdünnt (mindestens bis zur garantierten Ungiftigkeit) und verarbeitet werden (Potenzieren). In der Homöopathie werden pflanzliche, tierische, mineralische und synthetische Ausgangsstoffe zu Arzneimitteln verarbeitet.

Homöopathische Arzneimittel und Arzneimittelbilder

Wahrscheinlich haben auch Sie schon erlebt, dass beim Schneiden von Küchenzwiebeln die Schleimhäute der Augen und Nase gereizt wurden (Tränen, fliessende Nase) und, dass Sie nach dem Essen von Zwiebeln von Aufstossen, übelriechendem, blähendem Wind geplagt wurden. Sie haben unbewusst eine Arzneimittelprüfung durchgemacht. Sie haben gespürt, wie Ihr Körper auf zuviel Zwiebeln reagiert, das heisst, welche Symptome er entwickelt um sich gegen diese Auswirkungen der Zwiebelwirkstoffe zu wehren (Tränen > ausschwemmen der Zwiebeldämpfe; Aufstossen, Furzen > schaffen die Gase aus dem Körper).

Interessant ist nun zu wissen, dass die Beschwerden, welche Sie bei Einwirkung von Zwiebeln erleiden, mit *stufenweise hochverdünntem Zwiebelextrakt (wie unter „Grundsätzliches“ bereits erwähnt) sehr rasch gelindert und aufgehoben werden. Diese umgekehrte Wirkungsweise bildet die Basis der Wirkung homöopathischer Arzneimittel!

Im Verlauf der vergangenen 200 Jahre haben Hahnemann und unzählige Nachfolger von ihm die Wirkung von Substanzen aller Art auf den gesunden Menschen geprüft und schriftlich festgehalten. Zudem wurden umfangreiche Erfahrungen bei der Behandlung von Kranken gesammelt und die Toxikologie (Lehre von den Giften und ihren Wirkungen) mitberücksichtigt. All diese Informationen stehen heute den Homöopathinnen und Homöopathen in Form von „Arzneimittelbildern“ (Gesamtbild der Wirkung einer Substanz auf den Menschen oder das Tier) bei der Behandlung von kranken Menschen und Tieren zur Verfügung.

Das Besondere an homöopathischen Arzneimitteln ist, dass sie grundsätzlich nicht durch eine gewisse Menge Material respektive Wirkstoffe wirken. Das homöopathische *Herstellungsverfahren führt dazu, dass die Ausgangssubstanz substanziell oft ganz „verloren“ geht und nur noch die immaterielle, virtuelle Wirkung erhalten bleibt. Mit jeder Arzneimittelgabe übt diese immaterielle Kraft des Heilmittels sanfte Impulse zur Selbstheilung des Organismus aus. Diese immateriellen Kräfte sind am einfachsten „erklärbar“ mit einer Ähnlichkeit der auf einer CD gespeicherten Signale, welche wir z.B. als Musik oder als Bild mit unseren Ohren respektive Augen wahrnehmen können.
Die Anregung der Selbstheilungskräfte durch homöopathische Arzneimittelimpulse ist für eine echte, nachhaltige Heilung enorm wichtig, wenn man bedenkt, dass der Organismus letztendlich immer nur durch die Selbstheilung gesund werden kann!
Dass diese Art von Heilen keine schädlichen Nebenwirkungen haben kann erklärt sich von selbst. Homöopathische Arzneimittel sind deshalb auch besonders gut geeignet für Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder.

Die erfolgreiche homöopathische Behandlung

Will man eine Erkrankung homöopathisch erfolgreich behandeln, müssen die auffälligsten, besonderen Symptome und Reaktionsweisen (z.B. Abneigung gegen Milch) des Patienten erfasst und zu einem „Krankheitsbild“ zusammengefasst werden.

Akute Beschwerden (Grippe, plötzlicher Durchfall, Verletzungen, Schock)
bringen meist klare, heftige Krankheitszeichen hervor. Das erleichtert die Mittelwahl enorm. Eine rasche, relativ wenig aufwändige Beratung über den Ladentisch ist in solchen Fällen meist erfolgreich und wird in unserer Drogerie seit bald 30 Jahren gratis angeboten. Bei harmlosen, akuten Erkrankungen kann sich der Laie mit Hilfe von geeigneter Literatur oft sogar selber erfolgreich therapieren.

Chronische Beschwerden / Konstitutionsbehandlung
Bei seit längerer Zeit bestehenden oder stets wiederkehrenden, chronischen Erkrankungen läuft vieles verschleiert und passiv ab. Dies erschwert die erfolgreiche Mittelwahl oft sehr und erfordert eine Konstitutionsbehandlung, welche vom Therapeuten viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl verlangt.

Mit einer Konstitutionsbehandlung bezweckt man die Befreiung des Patienten von erblichen Belastungen (Miasmen). So können chronische Erkrankungen wie beispielsweise Migräne, Polyarthritis, Asthma oder die meisten Hautausschläge besonders gut und oft auch dauerhaft geheilt werden.

Die Konstitution (lat. constitutio = „Hinstellung, Einrichtung“) entspricht dem „Gesamtbild“ eines Menschen, welches seine körperlichen, geistigen und seelischen Merkmale beinhaltet.

Bei einer homöopathischen Konstitutionsbehandlung gilt es also ein besonders ausführliches, umfassendes „Gesamtbild“ des Patienten, welches auch Erkrankungen und Neigungen der Vorfahren und der Blutsverwandten mit einbezieht, zu erstellen. Für die Erfassung der „Krankengeschichte“ (Fallaufnahme, Anamnese) werden in der Regel etwa eine bis zwei Stunden Zeit benötigt. Dies geschieht in der Sprechstunde (im wahrsten Sinne des Wortes). Das Wichtigste bei dieser Sitzung ist, dass die Patientin, der Patient über ihre/seine Krankheitszeichen (Symptome), besonderen Wahrnehmungen, Gefühle und ihre/seine Wesensart möglichst spontan spricht.
Die Therapeutin, der Therapeut notiert dabei alle Therapie relevanten Daten, gewichtet und ordnet sie. Nur charakteristische, ungewöhnliche Aussagen, Zeichen, Symptome und Reaktionsweisen sowie das Krankheitsbild als Ganzes sind für die Wahl des homöopathischen Arzneimittels bedeutungsvoll. In meist aufwändiger Arbeit sucht danach die Therapeutin, der Therapeut mit Hilfe von Repertorien und Arzneimittelbeschrieben ein Arzneimittel, welches möglichst alle diese gesammelten Daten berücksichtigt. Oder anders gesagt, die Therapeutin, der Therapeut sucht ein Arzneimittel, dessen Wirkungsprofil (Arzneimittelwirkungsbild) dem Krankheitsbild des Patienten möglichst ähnlich ist und somit die Grundregel der Homöopathie, „Ähnliches heilt Ähnliches“ erfüllt und die Selbstheilung des Patienten einleiten kann. Bei komplizierten Krankheitsfällen ist es oftmals nicht möglich die Patienten mit einem einzigen Heilmittel völlig zu heilen.

Die Konstitutionsbehandlung erfordert in gewissen Abständen eine Überprüfung des Heilungsverlaufes, um allfälligen Veränderungen des Krankheitsbildes mit neuen Arzneimitteln Rechnung zu tragen. Nicht selten ist während einer solchen Behandlung auch eine Veränderung der „Stärke“ (Potenz) des Arzneimittels erforderlich, um die Heilung voranzutreiben.

* Potenzierung (=homöopathisches Verdünnungsverfahren = stufenweises Verdünnen und Verschütteln oder Verreiben > Dynamisation)

Für weitere, leicht verständliche Informationen über die Homöopathie, deren Anwendung und über homöopathische Arzneimittel empfehlen wir Ihnen folgende Bücher: „Homöopathie, das richtige Arzneimittel rasch gewählt“ und „Homöopathie“ Arzneimittelbilder. Diese Bücher können bei uns eingesehen und gekauft werden.

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